Kleintierpraxis van de Louw

Minimal Invasive Chirurgie

Moderne Operationsverfahren

Laparoskopie

Laparoskopie – auch bekannt als Knopflochchirurgie oder minimal-invasive Chirurgie - ist ein modernes Operationsverfahren, mit dessen Hilfe chirurgische Eingriffe sehr schonend durchgeführt werden können. Über zwei bis drei winzig kleine Hautschnitte (0,5 bis 1 cm) werden ein mit einer Kamera verbundenes Endoskop und geeignete chirurgische Instrumente in die mit einem Gas gefüllte Bauchhöhle eingeführt.

Die Bilder der Operation werden nun vergrößert über ein Kamerasystem auf den Bildschirm übertragen. Die gestochen scharfen Bilder der Bauchhöhle erlauben dem Operateur , das Operationsfeld ständig im Blick zu haben. Kleinste Veränderungen sind so auf den Organen darstellbar. Laparoskopische Techniken haben sich in den letzten Jahren für eine große Anzahl von Eingriffen und Indikationen bewährt. Prinzipiell sind viele der am offenen Bauch ausgeführten "Schnittoperationen" mit Hilfe der Laparoskopie durchführbar.

In unserer Praxis findet diese moderne minimal-invasive Technik bei Hunden und Katzen bereits viele Anwendungsbereiche und wird von Drs Rob van de Louw durchgeführt. Anwendung findet die Laparoskopie bei der Kastration von Hündinnen (Ovarektomie = Eierstocksentfernung) und in der Entfernung von kryptorchiden, intraabdominalen Hoden.

Diese Technik kann auch für eine sogenannte Bauchspiegelung genutzt werden, wenn ein krankhafter (pathologischer) Prozess vermutet oder bei einer vorausgegangenen Ultraschalluntersuchung des Abdomens bereits festgestellt wurde. Alle inneren Organe wie Leber einschließlich der Gallenblase, Pankreas (Bauchspeicheldrüse), Lymphknoten, Nieren, Harnblase, Prostata, Uterus und Eierstöcke, Magen und Darm sind sehr gut beurteilbar. Werden pathologische Organveränderungen nachgewiesen, kann direkt eine Gewebeprobe (Biopsie) unter Sichtkontrolle entnommen werden.

Die Hauptvorteile der minimal-invasiven Chirurgie für das Tier:

  • Weniger Schmerzen, da kleinste Hautschnitte für den Eingriff ausreichen
  • Geringere Narbenbildung
  • Schnellere Erholung des Patienten
  • Kürzere Stationsaufenthaltszeiten
  • Deutlich kürzere Schonzeiten für die Patienten nach dem Eingriff
Drs. van de Louw während einer Operation

Laserchirurgie

Laser ist die Abkürzung für Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation, das bedeutet Lichtverstärkung durch angeregte Strahlung. Licht wird durch bestimmte Methoden in hochenergetische Strahlung umgewandelt.

Die Laserchirurgie ist sicherlich das bekannteste Einsatzgebiet der Laserstrahlen in der Medizin. Hier ist das Licht so stark gebündelt, dass im behandelten Gewebe punktuell Temperaturen von bis zu 300°C entstehen. Die so bestrahlten Zellen platzen auf und verdampfen. Auf diese Weise kann der Laser wie ein Skalpell zum Schneiden von Gewebe verwendet werden. Mit dem gebündelten Licht des Laserstrahls können chirurgische Schnitte mit außerordentlicher Präzision unter Schonung des umgebenden Gewebes durchgeführt werden. Verändertes Gewebe wie zum Beispiel Tumore können punkt- und millimetergenau abgetragen oder verdampft werden. Anwendungsgebiete sind etwa Knoten, Lidrandtumore und die Entfernung eines verlängerten Gaumensegels. Die Laserchirurgie eröffnet vor allem im Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie neue Möglichkeiten.

So können bei der Behandlung des Brachycephalensyndroms mit Hilfe des Lasers die Luftwege signifikant erweitert werden, so dass die betroffenen Tiere weniger unter Atemnot leiden müssen.

Durch den Diodenlaser werden bis zu 99 % der Bakterien und Viren im Einwirkbereich abgetötet, so dass der Laserstrahl im Wundbereich auch eine desinfizierende Wirkung entfaltet. Diese führt zu einer schnelleren Heilung des Gewebes. Im Vergleich zu konventionellen chirurgischen Eingriffen sind laserchirurgische Eingriffe in der Heilungsphase deutlich weniger schmerzhaft.

Von Vorteil ist dieses Verfahren auch vor allem bei Operationen in sehr stark durchbluteten Geweben, da durch den Laserstrahl die Blutgefäße, die angeschnitten werden, gleichzeitig durch die Hitze verschlossen werden (Koagulation). So werden stärkere Blutungen im Operationsfeld sowie Nachblutungen vermieden.